Standpunkt
Eine regulatorische Auflage kostet Geld. Eine relevante Information bringt Geld ein. Alles liegt in diesem Unterschied.
Ein Ausgangspunkt
Nehmen wir ein Tätigkeitsfeld wie die Organisation von Veranstaltungen: Den CO2-Fussabdruck zu senken, indem man ganz darauf verzichtet, mag einfach klingen. Das übersieht aber, was Veranstaltungen leisten: wirtschaftliche Nachhaltigkeit, sozialen Zusammenhalt, Zusammenarbeit zwischen den Akteuren einer Branche.
Dabei geht vergessen, dass eine Veranstaltung Reisen erspart. Wer die Teilnehmenden an einem Ort und zu einem Zeitpunkt zusammenbringt, muss sie nicht das ganze Jahr über reisen lassen.
Es gilt also, den Nutzen des Zusammenkommens und des Austauschs zu bewahren und für den Rest Verantwortung zu übernehmen. Dieser Weg ist nichts anderes als die Beherrschung Ihrer Wertschöpfungskette: fundierte Entscheidungen, die Ihre Tätigkeit nachhaltiger, rentabler, fairer und weniger anfällig für Klimarisiken machen.
Unsere Vision
Das Überleben der Menschheit hing schon immer von ihrer Fähigkeit ab, sich an ihre Umwelt anzupassen. Dieselbe Fähigkeit ermöglicht es Unternehmern, Chancen zu nutzen, sich zu differenzieren und zu wachsen.
Wer Nachhaltigkeit als Einschränkung sieht, erleidet sie. Wer sie als Chance integriert, erfüllt neue Vorschriften ganz selbstverständlich, statt sich in letzter Minute anpassen zu müssen.
Die klassische Analyse der Wertschöpfungskette greift zu kurz. Ein Skigebiet hängt zuerst vom Schneefall im Winter ab. Kein Finanz-Dashboard zeigt das, und doch liegt dort das Risiko.
Das Ziel besteht nicht nur im Messen, sondern in den daraus resultierenden Entscheidungen und Massnahmen. Daher sollte der Nachhaltigkeitsansatz effizient und datenbasiert sein: Er geht von den Daten aus, die Sie bereits besitzen, statt neue zu verlangen.
Nachhaltigkeitsdaten gehören auf dieselbe Ebene wie Umsatz und Marge und verdienen dieselbe Sorgfalt in der Analyse. Nur so lassen sich fundierte Entscheide treffen.
Ihre Vorteile
mehr Gewinn innerhalb von 3 bis 5 Jahren, laut einer Studie von Bob Willard.
der jüngeren Generation entscheiden sich für einen Arbeitgeber, der auf Nachhaltigkeit setzt.
schnelleres Umsatzwachstum nachhaltiger Produkte, laut Harvard Business Review.
der Verbraucher in den USA und im Vereinigten Königreich erwarten, dass Marken eine nachhaltige Lebensweise unterstützen.
Sogar traditionell umweltbelastende Branchen wie die Öl- und die Luftfahrtindustrie setzen auf CO2-Reduktion. Wer wartet, überlässt anderen das Feld.
Kapital zieht sich aus umweltschädlichen Branchen zurück, je klarer die Klima- und Regulierungsrisiken werden.
Handlungsfelder
Sechs Hebel. Ihre Wirkung auf Ihren Fussabdruck lässt sich beziffern, bevor Sie investieren.
LED-Beleuchtung, intelligente Thermostate, energieeffiziente Geräte. 20 bis 30 % weniger Verbrauch, je nach Zustand Ihrer Infrastruktur.
Einwegkunststoff reduzieren, organische Abfälle kompostieren, Abfalltrennung ausbauen. Der Gesamteffekt wird fast immer unterschätzt.
Ihre Gebäude mit eigenem Strom versorgen, bis der energiebedingte Fussabdruck ganz wegfällt.
Öffentlicher Verkehr, Fahrgemeinschaften, Elektrofahrzeuge, gefördert durch konkrete Anreize. Der grösste Posten in den meisten Bilanzen, die wir messen.
Bevorzugen Sie Lieferanten und Dienstleister mit nachhaltigen Praktiken: lokale Materialien, klimafreundliche Verpflegung, emissionsarme Produkte.
Als letztes Mittel, für unvermeidbare Emissionen: Kompensationsprojekte wie Aufforstung oder erneuerbare Energien.
Konkret
Jeder dieser Effekte setzt voraus, dass Sie Ihre Ergebnisse einem Kunden, einem Revisor oder einem Investor zeigen können, und dann die Frage beantworten, die immer folgt: Woher kommt diese Zahl?